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“Sie alle in der Winkelwaldklinik leben die Zugewandtheit zu den Patienten..” –bedankt sich Geschäftsleitung Bettina Lehmann-Isenmann
“Sie alle in der Winkelwaldklinik leben die Zugewandtheit zu den Patienten..” –bedankt sich Geschäftsleitung Bettina Lehmann-Isenmann
Die Geschichte der Winkelwaldklinik ist geprägt von stetigem Wandel, vom streng geführten Sanatorium mit klar strukturierter Liegekur-Tagesordnung hin zu einer modernen Rehaklinik, die medizinische Qualität mit Atmosphäre, persönlicher Begleitung und alltagsnaher Unterstützung verbindet. Der Ort ist geblieben, die Medizin hat sich weiterentwickelt. Der zentrale Anspruch, Menschen in herausfordernden Lebensphasen zu stabilisieren und neue Perspektiven zu eröffnen, zieht sich als verbindendes Element durch mehr als ein Jahrhundert.
1914 wurde das Haus erbaut und 1915 als Sanatorium für Tuberkulosekranke eröffnet. In einer Zeit, in der frische Luft, Ruhe und klare Strukturen als zentrale Bausteine der Behandlung galten, entwickelte sich Nordrach zu einem Ort der Rekonvaleszenz.
Der Tagesablauf war streng geregelt: Visite am Morgen, feste Essenszeiten, Liegekuren, Ruhefenster und klare Regeln für Verhalten, Lärm, Besuch und Abendruhe. Diese Ordnung war nicht Beiwerk – sie war Teil des therapeutischen Rahmens, der vielen Patientinnen und Patienten Sicherheit geben sollte.
1934 wurde das Haus nach damaligen Maßstäben hygienisch modernisiert (u. a. Ausstattung, Reinigung, Desinfektion, Bäder/Duschen). Parallel entstand ein Bild der Region als Gesundungsraum: Nordrach wurde
1935 in einem Zeitungsartikel als „badisches Davos“ beschrieben – geprägt von Wald, Höhenzügen, Arbeit im Forst und einer Natur, die Bewegungstherapie und Erholung begünstigt.
Auch „Wohlfühl“-Elemente wurden bereits betont: Bibliothek, Radio-Zimmeranschluss sowie Freizeitangebote wie Tischtennis oder Krocket – und sogar die Idee, dass ein gepflegter Garten zur psychotherapeutischen Behandlung beitragen kann.
Bis Ende 1967 wurde das Sanatorium als Lungensanatorium betrieben. Danach folgten Jahre des Übergangs: neue Verantwortlichkeiten, neue Anforderungen – und Schritt für Schritt eine Abkehr von der reinen Tuberkulose-Heilstätte. Bis Herbst 1973 wurde die Tuberkulose-Indikation noch fortgeführt, bevor eine neue medizinische Ausrichtung dominierte. Mit der Umstellung auf eine neue Indikation entwickelte sich das Haus weiter zur Nachsorge- und Rehaklinik, in der Menschen nach schweren Erkrankungen wieder Kraft, Stabilität und Perspektive finden sollten. Der Standort blieb derselbe – der Anspruch wuchs: medizinisch, therapeutisch und menschlich.
In den frühen 1990er-Jahren wurde aus dem Sanatorium endgültig die Winkelwaldklinik: 1992 wird die Umbenennung ausdrücklich als Meilenstein beschrieben. Gleichzeitig wird in dieser Phase auch eine deutliche Erweiterung genannt – von 65 auf 120 Zimmer.
1996 übernahm Bettina Lehmann-Isenmann die Geschäftsführung – ebenfalls als wichtiger Entwicklungsschritt eingeordnet.
Zum 100-jährigen Bestehen wurde 2015 mit einem Festakt auf die Geschichte zurückgeblickt – und auf die Gegenwart: Die Klinik wird zu diesem Zeitpunkt als spezialisiert auf onkologische Rehabilitation, Geriatrie und Pflege beschrieben.
In der Berichterstattung wird der Festredner Giovanni Maio zitiert: Onkologische Reha könne helfen, „Lebensziele neu zu definieren“ – und Menschen nach der Diagnose wieder Grundhoffnung und Orientierung zu geben.
Gleichzeitig wird die Klinik als „gelebtes Mehrgenerationenhaus“ beschrieben – als Ort, an dem sehr unterschiedliche Lebenssituationen zusammenkommen.
Aus derselben Zeit stammt auch ein sehr prägnantes Bild der Haltung: In der Eingangshalle soll bewusst keine „sterile Klinik-Atmosphäre“ dominieren, sondern eine Wohlfühlumgebung – und intern wird betont, dass man von „Gästen“ spricht, nicht nur von Patienten.
Ebenfalls beschrieben werden besondere Angebote wie Kinderbetreuung (inkl. Kooperationen mit örtlichen Schulen) sowie die Möglichkeit, in einem separaten Gästehaus auch mit Haustier zur Reha zu kommen; genannt werden außerdem mehr als 150 Mitarbeitende.
2019 wurde die Winkelwaldklinik laut Berichterstattung zum zweiten Mal in Folge mit dem Siegel „Top Rehaklinik 2019“ ausgezeichnet (Fachbereich Onkologie). Bewertet wurden dabei u. a. Rehabilitationsmedizin, Ausstattung/ Service sowie Qualitätssicherung, Hygiene und Rehabilitanden-Sicherheit.
2020 folgte die nächste Bestätigung: Die Klinik sei erneut unter den Top-Rehakliniken, zum dritten Mal in Folge – und erhielt eine Doppelauszeichnung in der Onkologie sowie zusätzlich erstmals im Bereich Brustkrebs & gynäkologische Tumoren.
Auch hier wird der Transparenz-Gedanke betont – als Orientierung für Patientinnen und Patienten, gerade im Kontext des Wunsch- und Wahlrechts.
Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.