1914 wurde das Haus erbaut und 1915 als Sanatorium für Tuberkulosekranke eröffnet. In einer Zeit, in der frische Luft, Ruhe und klare Strukturen als zentrale Bausteine der Behandlung galten, entwickelte sich Nordrach zu einem Ort der Rekonvaleszenz.
Der Tagesablauf war streng geregelt: Visite am Morgen, feste Essenszeiten, Liegekuren, Ruhefenster und klare Regeln für Verhalten, Lärm, Besuch und Abendruhe. Diese Ordnung war nicht Beiwerk – sie war Teil des therapeutischen Rahmens, der vielen Patientinnen und Patienten Sicherheit geben sollte.